18.08.2022

Neuartiger Recherche-Ansatz: Beobachter spannt mit Zivilbevölkerung zusammen

Jedes Jahr verunfallen in der Schweiz mehr als 400 Kinder auf dem Schulweg – jedes ist eines zu viel. Der Beobachter lanciert deshalb die Aktion «Achtung Schulweg! Wo lauert die Gefahr?» und ruft die Bürgerinnen und Bürger auf, ihre Erfahrungen und Beobachtungen zu teilen, um die Sicherheit zu erhöhen. Gemeinsam mit der Rechercheplattform CORRECTIV CrowdNewsroom dokumentiert der Beobachter, an welchen Stellen die Schulwege besonders gefährlich sind.

Die Eltern wissen meistens ganz genau, wo die heiklen Stellen auf dem Schulweg ihrer Kinder sind. Bei den Behörden finden sie dafür allerdings nicht immer Gehör. Nun gibt es eine Anlaufstelle: Der Beobachter startet aufs neue Schuljahr hin die Aktion «Achtung Schulweg! Wo lauert die Gefahr?». Dafür arbeitet die Publikation mit der gemeinnützigen, unabhängigen Rechercheplattform CORRECTIV CrowdNewsroom zusammen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gelangen über einen QR-Code oder die Webseite  www.achtung-schulweg.ch zur Umfrage. Dort werden sie nicht nur nach dem Tempolimit und der Dauer des Schulwegs gefragt, sie sollen auch den genauen Standort der Gefahrenstelle angeben und mit einem Foto zeigen. Die Sammelfrist der Aktion dauert bis zum 25. September 2022.

Über den Hashtag #AchtungSchulweg sollen auf den sozialen Medien möglichst viele Menschen erreicht und zum Mitmachen animiert werden. Teilnehmerinnen und Teilnehmer können ausserdem mit einem Musterbrief selbst aktiv werden und Behörden zum Handeln auffordern. Beispielsweise das Tempolimit rund um das Schulhaus auf 30 Stundenkilometer zu senken. Das Beratungsteam des Beobachters hilft zudem bei juristischen Fragen rund um Petitionen, Einsprachen und Strassenverkehrsrecht. 

Mit Hilfe von Meldungen aus der Bevölkerung kann der Beobachter so aufdecken, wo die grössten Gefahren auf dem Schulweg liegen – und diese umfassend dokumentieren. Die Beobachter-Redaktion analysiert im Anschluss mit Hilfe von Expertinnen und Experten die Meldungen und zeigt anhand von exemplarischen Fällen, warum die Gefahrenstellen noch nicht entschärft wurden. Ende Oktober publiziert der Beobachter die Ergebnisse in einem Artikel.

Beobachter-Chefredaktor Dominique Strebel sagt: «So funktioniert Beobachter: Leserinnen und Leser melden Probleme, der Beobachter prüft, veröffentlicht, coacht und vernetzt. Es entsteht eine Kraft, die den Einzelnen eine Stimme gibt und hilft, Probleme zu lösen. Die Kooperation mit CrowdNewsroom gibt diesem Ansatz zusätzlichen Schub.»

Marc Engelhardt, Leiter des CORRECTIV CrowdNewsroom sagt: «Bei Bürgerrecherchen wie dieser nehmen die Betroffenen vom ersten Moment an der Recherche teil, dadurch lassen sich Missstände wie gefährliche Schulwege effektiv gemeinsam aufdecken und beheben.» In Deutschland, wo der CrowdNewsroom entwickelt wurde, sei dies schon mehrfach gelungen. Die Rechercheplattform CORRECTIV CrowdNewsroom ist eine gemeinnützige GmbH mit Sitz in Bern und verfolgt das Ziel, mit Bürgerrecherchen die Demokratie zu stärken.

Beim Beobachter zuständig sind die beiden Redaktionsmitglieder Thomas Angeli und Chantal Hebeisen. Marc Engelhardt betreut das Projekt von Seiten CORRECTIV CrowdNewsroom. Die Aktion erfolgt in Partnerschaft mit dem Elternmagazin Fritz + Fränzi und Pro Juventute.

Ringier Axel Springer Schweiz AG

Corporate Communications

Über den Beobachter

Der Beobachter ist das meistgelesene Bezahlmagazin der Schweiz und bietet seinen Leserinnen und Lesern tatkräftige Hilfe in allen Rechts- und Lebensfragen. Alle zwei Wochen liefert die Zeitschrift fundierte Informationen zu aktuellen Themen des Zeitgeschehens sowie ausgiebige Ratgeberinhalte. Sein in den vergangenen Jahren stark ausgebautes Beratungszentrum bearbeitet jährlich über 100’000 Anfragen und bietet kompetente Orientierungs- und Entscheidungshilfen für ein selbstbestimmtes Leben. Mit über 80 Titeln ist die Beobachter-Edition der führende Ratgeberverlag der Schweiz. Die Stiftung SOS Beobachter, die Menschen in Not hilft, sowie der Prix Courage setzen Zeichen für ein solidarisches Zusammenleben.