Der «Beobachter Prix Courage» 2020 geht an Nadya und Candid Pfister aus Spreitenbach

Der «Beobachter Prix Courage» 2020 geht an Nadya und Candid Pfister aus Spreitenbach

Seit drei Jahren kämpfen Nadya und Candid Pfister auf Instagram und Facebook mit dem Hashtag #célinesvoice gegen Cybermobbing. Ihre einzige Tochter Céline war erst 13 Jahre alt, als sie nach tagelangem Mobbing über die App «Snapchat» im August 2017 Suizid beging. Die zwei Jugendlichen, die Pfisters Tochter mit einem Intimbild mobbten, traf ein mildes Urteil: sie kamen mit wenigen Tagen gemeinnütziger Arbeit davon. Deshalb setzt sich das Ehepaar Pfister seitdem dafür ein, dass digitales Mobbing in Zukunft strafrechtlich verfolgt wird. «Wenn auch nur ein Kind weniger versucht, Suizid zu begehen, haben wir unendlich viel erreicht», erklärt Nadya Pfister. Dank des Engagements der Pfisters hat SP-Nationalrätin Gabriela Suter mittlerweile eine parlamentarische Initiative eingereicht.

Die Wahl des «Beobachter Prix Courage» erfolgte durch das Publikum via Online-Voting und durch die sechsköpfige Jury. Diese setzt sich wie folgt zusammen: Susanne Hochuli, Jury-Präsidentin, Iluska Grass (Preisträgerin PC 2019), Dr. med. Thomas Ihde (Psychologie-Beratung Beobachter), Michael Räber (Preisträger 2016), Remo Schmid (Preisträger 2017), Natalie Urwyler (Preisträgerin 2018). Die Stimmen des Publikums und jene der Jury werden zu je 50 Prozent gewichtet. Die Jury tagte am 21. Oktober. Sie vergibt ihre Punkte ohne Wissen des Publikumsvotings. Nach dem Voting der Jury und jenem der Leserschaft standen Nadya und Candid Pfister als Gewinner fest.

Die ehemalige Aargauer Regierungsrätin und Jury-Präsidentin Susanne Hochuli würdigte die Gewinner in ihrer Laudatio: «Die Jury war sich einig: Das Ehepaar Pfister verdient den Prix Courage 2020! Nadya und Candid Pfister haben ihr Kind verloren. Sie haben das Schlimmste erlebt, was Eltern passieren kann. Und doch haben sie die Energie und die Zivilcourage gefunden, sich auf politischer Ebene dafür einzusetzen, dass sich kein Kind mehr wegen Cybermobbing umbringt. Dafür gebührt ihnen der Dank der Prix Courage Jury und eine grosse Anerkennung ihrer Zivilcourage.»

Jury-Präsidentin Susanne Hochuli konnte wegen eines Corona-Verdachts in ihrem Umfeld nicht persönlich an der Preisverleihung anwesend sein. Ihre Laudatio wurde in der TV-Übertragung per Videoschaltung eingeblendet.

«Beobachter Prix Courage Lifetime Award» für «Die Dargebotene Hand»

Der mit 10’000 Franken dotierte «Beobachter Prix Courage Lifetime Award» für besondere Dienste an der Gesellschaft wurde dieses Jahr an die Hilfsorganisation «Die Dargebotene Hand» verliehen. Seit über 60 Jahren wird der telefonische Seelsorgedienst von rund 670 freiwilligen Helferinnen und Helfern getragen, die mit viel Herz und ohne Bezahlung anderen Menschen zuhören und helfen. Andres Büchi, Chefredaktor Beobachter, während seiner Laudatio: «Mit der Auszeichnung möchte der Beobachter ein Zeichen setzen für das unermüdliche und selbstlose Engagement von Freiwilligen zugunsten von Hunderttausenden Hilfsbedürftigen. Es sind Frauen und Männer, die einfach da sind und zuhören, wenn jemand nicht mehr weiter weiss. Rund um die Uhr. Auch mitten in der Nacht und auch an Feiertagen. Wie wichtig diese Anlaufstelle ist, zeigte sich während des Corona-Lockdowns. Teilweise sind die Anfragen um bis zu 30 Prozent angestiegen. Oft gelangten Verzweifelte an die Telefonhilfe wegen Suizidgedanken. In solchen Fällen hilft es, mit jemandem reden zu können, anonym, aber dennoch wie mit einem guten Freund.»

 

Die Fotos der Kandidatinnen und Kandidaten finden Sie unter www.beobachter.ch/bilder. Die Portraits der Kandidatinnen und Kandidaten sowie die Laudationes finden Sie unter www.beobachter.ch/medien.

 

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